Im optimalen Bereich

Dass kontinuierliches Nachspeisen von Frischwasser in die Heizungsanlage langfristig zu Korrosionsschäden führen kann, mussten die Einwohner des Zipf-Parkes in Tauberbischofsheim leidvoll erfahren.

 

Nach 20 Jahren Laufzeit wurde in der weitläufigen Wohnanlage Zipf-Park ein Kesseltausch vorgenommen. Kurz danach fingen die Probleme an. In den oberen Stockwerken der aus mehr als 100 Wohneinheiten bestehenden Wohnanlage musste der Hausmeister Erwin Stiefel von der beauftragten Hausverwaltung Reinhold Meder nahezu täglich die Heizkörper entlüften.

 

So gelangten zur Aufrechterhaltung des Anlagendruckes stetig größere Mengen an sauerstoffhaltigem Ergänzungswasser in die Anlage. Die ersten sichtbaren Korrosionsschäden, verfärbtes Wasser durch zirkulierende Korrosionspartikel und ein Ausfall der neuen Hocheffizienzpumpen ließen nicht lange auf sich warten.

 

Für den Anlagenbetreiber bedeutete dies nicht nur hohe Kosten durch ständige Reparaturen, sondern auch eine Mietminderung der Mieter aufgrund mangelnder Wärmeleistung der Heizungsanlage.

 

Nachdem mehrere Anläufe zur Behebung der Probleme nicht zu dem gewünschten Erfolg geführt hatten, holte sich die Hausverwaltung einen neuen Installateur an Bord. Haustechnik Meineke aus Tauberbischofsheim, als Partner der Firma magnetic in Sachen Heizungswasser auf dem neuesten Stand der Technik, stellte sofort die nachteilige Wasserqualität fest und veranlasste eine genauere Analytik der wasserseitigen Gesamtsituation.

 

Die Laborergebnisse der Wasseranalyse sprachen für sich. Mit einer elektrischen Leitfähigkeit von mehr als 600 µS/cm und einem pH-Wert >11 lag das Wasser nicht nur außerhalb der Richtlinienanforderungen nach VDI 2035, sondern auch außerhalb jener Grenzen, die der Hersteller Buderus für den installierten Gasbrennwertkessel mit einem Wärmetauscher aus Aluminium-Silizium-Legierung vorschreibt.

 

 

Mit dem Ziel eines störungsfreien Betriebes, einer effizienten Lebenszeit des Kessels sowie einer effizienten Wärmeübertragung in den Wohnungen wurde in Zusammenarbeit der Beteiligten Unternehmen Meder, Buderus, Heizungsbauer Meineke und dem Experten für Wasseraufbereitung magnetic eine praktikable Lösung erarbeitet.

 

Der erste Ansatzpunkt sah vor, einen nochmaligen Sauerstoffeintrag durch einen Wasserwechsel zu vermeiden und dennoch die bestehende Wasserqualität zu optimieren. Mit Hilfe der Wasseraufbereitungsstation profi mobil plus von magnetic wurde die elektrische Leitfähigkeit des Heizungswassers mittels Umlaufverfahren auf einen Wert unter 100 µS/cm herabgesetzt. Durch diese Vorgehensweise konnte einerseits ein unnötiger Lufteintrag verhindert werden, andererseits jedoch eine Wasserumgebung durch salzarmes Wasser realisiert werden, welche Korrosion effektiv entgegengewirkt.

 

Ein weiterer Ansatzpunkt war die Aufbereitung des Ergänzungswassers. Bei Anlagen der vorliegenden Größe, Konstruktion und unter Berücksichtigung des Alters der Gesamtanlage muss erfahrungsgemäß mit stetigen Ergänzungswasserbedarf gerechnet werden. Damit dieses Wasser die von nun an bestehende Anlagenwasserqualität nicht mehr verändert, wurde eine Nachfüllstation 6 von magnetic installiert.

 

Darüber hinaus galt es nun, das Wasser hinsichtlich des pH-Wertes zu stabilisieren und die zirkulierenden Partikel aus dem Wasser zu entfernen, welche durch Erosion im Heizkessel und durch Ablagerung zu weiteren Problemen führen können. Als dritter und finaler Ansatz sah das Lösungskonzept den Einsatz eines Heizungswasserreguliergerätes XXL 50 plus von magnetic vor.

 

Durch diese Vorrichtung, deren Hauptfunktion eine Wasserkonditionierung durch elektrochemische Wasserbehandlung und die Abscheidung zirkulierender Partikel ist, wird das Heizungswasser nun dauerhaft auf einem optimalen Niveau gehalten.

 

Insgesamt steht das Wasseraufbereitungskonzept von magnetic für ein salzarmes Wasser im leicht alkalischen Niveau bei gesenktem Sauerstoffgehalt. Dadurch ist einerseits ein Schutz der Anlage, als auch ein störungsfreier Betrieb realisiert.

 

Einen Monat nach Umsetzung des Konzeptes sprechen die Ergebnisse für sich. Die Wasserwerte liegen mit einer elektrischen Leitfähigkeit von 26 µS/cm und einem pH-Wert von 8,4 in einem optimalen Bereich gemäß VDI 2035. Für die Hausverwaltung bedeutet dies langfristig weniger Investitionen und für den Hausmeister weniger Ärger durch ungehaltene Einwohner.

 

magnetic® ist ein familiengeführtes Unternehmen, das sich auf die Herstellung und den Vertrieb von Produkten zur Heizungswasser- und Trinkwasseraufbereitung an Fachhandwerker spezialisiert hat. Das Unternehmen vertreibt nicht über das Internet und garantiert dadurch für den Fachhandwerker gegenüber dem Endkunden Preissicherheit.


Auszug aus der Si Ausgabe 2-2016